Die Salbe Dialtea - Eibisch Salbe

Hier möchte ich euch einen kleinen Auszug aus dem Buch "Mittelalterliche Heilkunst - Das Arzneibuch von Ortolf von Baierland" geben. Zum einen zeigt es sehr schön, das die Herstellung dieser Salbe nicht ganz einfach war und es ist ein weiterer Beleg für die Verwendung von Bienenwachs zur Medikamenten Herstellung.

 

"Dialtea, die Eibischsalbe, soll man folgendermaßen zubereiten:

Nimm zwei Pfund Eibischwurzeln, je ein Pfund (500g) Leinsamen und Bockshornklee sowie eine halbe Mark (ist ein halbes Pfund) Zwiebeln. Das sollst du alles miteinander zerstoßen und in sieben Pfund Wasser so lange kochen, bis das Wasser fast verdampft ist. Dann füll es in ein Säckchen und drück es in heißem Wasser aus.Nimm vom Saft zwei Pfund und koch die mit vier Pfund Olivenöl, bis die Flüssigkeit (wiederum) verdampft ist. Gib dann ein Pfund Wachs dazu und wenn das flüssig ist, noch je vier Lot (15g - 17g) Tannenharz, Galbanum und Efeuharz. Füg noch je ein halbes Pfund Kiefernharz und weißes Harz bei. lass alles auf dem Feuer gut flüssig werden und seih es schließlich durch ein sauberes Tuch. 

Die Salbe ist gut für die Brust, für den Kopf und für alle Krankheiten, die von Kälte kommen. Sie taugt auch für die Wunden und macht alle Verhärtungen und Schwellungen weich, wenn man sie darauf streicht: Es wird gut."

 

Ich finde es sehr erstaunlich, mit wie viel verschiedenen Arten von Harz Ortolf von Baierland arbeitet. 
Ich werde, soweit es möglich ist einige seiner Rezepte probieren nachzukochen. Ich bin gespannt auf die Konsitenz der Salben und auch deren Wirkung.

Es ist einfach Faszinierend. 

Schöne Grüße aus dem Allgäu

 

PS.: Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir im Gästebuch einen Kommentar oder Gruß da lasst. 

Echter Eibisch